Wann warst du eigentlich das letzte Mal auf der Homert?
Für viele von uns ist der höchste Punkt des Homert-Höhenzugs ein vertrauter Ort – direkt vor unserer Haustür gelegen. Früher war die Homert ein beliebtes Ausflugsziel. Wer sich auf den Weg machte, erreichte den Gipfel in etwa einer Stunde zu Fuß auf gemütlichen Wegen. Heute geht es sogar noch schneller: Mit dem E-Bike ist man in rund 15 Minuten oben.
Doch lange Zeit hatte die Homert etwas von ihrem Reiz verloren. Zwar blieb sie der höchste Punkt der Region, doch die Aussicht ließ zu wünschen übrig. Viele Wanderer entschieden sich lieber für Wege etwas unterhalb – dort, wo sich schönere Blicke auf die umliegenden Orte boten. Die Homert geriet ein wenig in Vergessenheit.
Doch das ändert sich gerade.
In den letzten Monaten hat sich einiges getan. Mit viel Engagement und Herzblut wurde daran gearbeitet, den Gipfel wieder attraktiver zu machen. Bäume wurden entfernt, Sichtachsen freigelegt – zuletzt noch in der vergangenen Woche durch Jochen und Benedikt Nowak, die sich mit großem Einsatz eingebracht haben.
Auch an anderer Stelle wurde kräftig angepackt: Im Rahmen einer Winterwanderung im Februar 2024, organisiert vom Skiclub Grevenstein beziehungsweise den Betreibern der Ostenberg-Skihütte, entstand die Idee, am Homertgipfel einen richtigen Rastplatz zu schaffen. Denn was dort lange fehlte, war eine Sitzgruppe mit Tisch – ein Ort, an dem Wanderer nicht nur kurz verweilen, sondern die Aussicht wirklich genießen können.
Die Planung übernahm Wanderführer Albert Nagel aus Wenholthausen. Nach Gesprächen mit den Verantwortlichen konnte das Projekt auf den Weg gebracht werden. Ein besonderer Dank gilt dabei der Familie Theo Scholten aus Hagen/Westfalen, der der Gipfel gehört und die ihr Einverständnis für den Aufbau des Rastplatzes gegeben hat.
Heute lädt der 656,1 Meter hohe Homertgipfel, direkt am Premium-Weitwanderweg Sauerland-Höhenflug gelegen, wieder mehr zum Verweilen ein. Schon nach dem Orkan Kyrill in der Nacht vom 18. auf den 19. Januar 2007 hatten sich dort neue Ausblicke eröffnet. Wo zuvor heimische Gewächse die Sicht nahmen, entstanden plötzlich beeindruckende Fernsichten über das Sauerland.
Auf dem Gipfel befinden sich inzwischen eine Liegebank, zwei Übersichtstafeln sowie ein Gipfelbuch in einem Metallkasten, das durch private Initiative aufgestellt wurde. Das Buch wird regelmäßig kontrolliert und ausgetauscht, wenn es voll ist. Mit dem neuen Rastplatz ist nun ein weiterer wichtiger Schritt gelungen, die Homert wieder als attraktives Wanderziel erlebbar zu machen.
Möglich wurde dieses Projekt durch viele Förderer, Sponsoren und Helfer aus der Region und darüber hinaus. Sie alle haben ideell, finanziell oder tatkräftig dazu beigetragen, dass der Rastplatz entstehen konnte. Dazu gehören unter anderem Unterstützer aus Wenholthausen, Grevenstein, Salwey, Freienohl, Wennemen, Bochum, Köln, Olpe und weiteren Orten.
Besonders genannt seien auch Salwey-Aktiv, die Nieder- und Obersalweyer Dorfgemeinschaft, der Heimatverein Wenholthausen, die Gemeinde Eslohe, die Skiclub-/Skiliftgemeinschaft Grevenstein sowie die Hüttenwirte der Ostenberg-Skihütte, Paul und Susanne Nagel.
Und es geht weiter: Als nächstes ist ein Gipfelkreuz für die Homert geplant. Noch steht zunächst nur das Wort „Gipfelkreuz“ auf dem Papier – aber auch der neue Rastplatz hat einmal mit einer Idee begonnen.
Die Homert lebt wieder. Was lange etwas in Vergessenheit geraten war, entwickelt sich Schritt für Schritt zurück zu einem echten Ziel für Wanderer, Naturfreunde, E-Biker und alle, die unsere Heimat schätzen.
Also: Wann warst du eigentlich das letzte Mal auf der Homert?
