20 Nistkästen im "Tiefen Tal" installiert

Neue Kinderstuben für den Vogelnachwuchs im Salweytal
Im Salweytal sind in den vergangenen Tagen gleich 20 neue Behausungen für heimische Vögel entstanden. Angefertigt wurden die Nistkästen von Josef Hecking aus Obersalwey, der dabei großen Wert auf eine stabile und wetterfeste Ausführung legte.
Frank und Ramona Altenhoff brachten die neuen Nistmöglichkeiten anschließend im „Tiefen Tal“ entlang der Winterumfahrung des SauerlandRadrings an. Bei der Auswahl der Standorte wurde darauf geachtet, dass die Einflugöffnungen möglichst nach Südosten zeigen. Dadurch sind die Kästen vor der vorherrschenden Wetterseite geschützt und gleichzeitig nicht über längere Zeit der prallen Mittagssonne ausgesetzt.
Für zusätzlichen Schutz vor Regen wurden sämtliche Nistkästen mit einem kleinen Dach aus Bitumenschindeln versehen. Die Befestigung an den Bäumen erfolgte mit einem starken Draht, der so angebracht wurde, dass die Kästen sicher hängen und auch bei Wind möglichst wenig Bewegung entsteht.
Die neuen Behausungen wurden bereits nach kurzer Zeit von Vögeln angenommen. Nun bleibt zu hoffen, dass in den geschützten Kästen schon bald der erste Nachwuchs großgezogen wird.
Nistkästen bieten insbesondere höhlenbrütenden Vogelarten zusätzliche Möglichkeiten zur Aufzucht ihrer Jungen. Je nach Größe des Einfluglochs können unter anderem Blau- und Kohlmeisen, Kleiber, Sperlinge oder Stare einziehen. Wichtig ist neben dem eigentlichen Nistkasten jedoch auch ein passender und sicherer Standort.
Tipps für den eigenen Nistkasten
Wer auch im eigenen Garten einen Nistkasten aufhängen möchte, sollte einige Punkte beachten. Für die meisten kleineren Vogelarten eignet sich eine Höhe von etwa zwei bis drei Metern. Entscheidend ist, dass Katzen, Marder und andere Nesträuber den Kasten nicht ohne Weiteres erreichen können. Starke Äste oder Mauervorsprünge direkt vor oder über dem Einflugloch sollten daher vermieden werden.
Das Einflugloch sollte möglichst nach Osten oder Südosten zeigen. Eine Ausrichtung nach Westen ist wegen der häufigen Wind- und Regenseite weniger geeignet. Auch die direkte Südseite ist nicht immer ideal, da sich der Innenraum bei starker Sonneneinstrahlung gefährlich aufheizen kann. Ein halbschattiger und geschützter Standort mit freier Anflugmöglichkeit ist daher meist die beste Wahl.
Der Nistkasten muss stabil befestigt werden und sollte nicht frei im Wind schaukeln. Für Bäume eignen sich beispielsweise feste Drahtbügel oder ummantelte Drähte, die regelmäßig kontrolliert und bei zunehmendem Baumwachstum angepasst werden. Alternativ können Nistkästen mit geeigneten Halterungen an Haus- oder Garagenwänden sowie auf einem stabilen Pfosten angebracht werden.
Ist ein Nistkasten bereits bewohnt, sollte er während der Brutzeit weder geöffnet noch versetzt werden. Nach dem Ende der Brutsaison kann das alte Nest im Spätherbst oder Winter entfernt werden. Dabei sollten Handschuhe getragen und der Kasten lediglich trocken ausgefegt werden. Reinigungs- oder Desinfektionsmittel sind nicht erforderlich und sollten nicht verwendet werden.
Mit den 20 neuen Nistkästen ist im Tiefen Tal ein weiteres kleines, aber wertvolles Projekt für den Natur- und Artenschutz umgesetzt worden. Ein herzliches Dankeschön gilt Josef Hecking für die Anfertigung der Kästen sowie allen Beteiligten, die beim Aufhängen und bei der Auswahl der Standorte mitgewirkt haben.
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