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Beide Feuer werden nun entzündet

Osterfeuer in Salwey: Obersalwey sagt ab – Niedersalwey hält an den Planungen fest

18. April 2025

Osterfeuer in Salwey: Obersalwey sagt ab – Niedersalwey hält an den Planungen fest

In der Gemeinde Eslohe wird es in diesem Jahr keine generelle Absage aller Osterfeuer geben. Das bestätigte Georg Sommer, Leiter des Ordnungsamtes. Dennoch werden aufgrund der anhaltenden Trockenheit und der erhöhten Waldbrandgefahr nicht alle angemeldeten Feuer wie ursprünglich geplant entzündet.

Einige Veranstalter haben sich freiwillig gegen die Durchführung entschieden. Für diese verantwortungsbewussten Entscheidungen äußerte Georg Sommer ausdrücklich seinen Respekt.

Auch die Dorfgemeinschaft Obersalwey hat das traditionelle erst einmal Osterfeuer abgesagt. Der bereits mit viel Einsatz aufgebaute Feuerstapel im Dümpel bleibt somit zunächst ungenutzt.

Ganz ausfallen soll der gemeinsame Osterabend jedoch nicht. Stattdessen trifft sich die Dorfgemeinschaft zu einem gemütlichen Beisammensein an der Dorfhalle. Auch ohne Osterfeuer soll dort gemeinsam gefeiert und die Gemeinschaft gepflegt werden.

Niedersalwey plant kleinere Variante

In Niedersalwey ist die endgültige Entscheidung noch nicht gefallen. Die Veranstalter halten derzeit an der Anmeldung fest und planen eine deutlich kleinere Ausführung als in den vergangenen Jahren.

Auch dort wurde bereits fleißig gearbeitet und vorbereitet. Für das leibliche Wohl soll ebenfalls gesorgt sein: Die Metzgerei Schulte aus Eslohe liefert 130 frisch gebratene „Igel“, eine beliebte sauerländische Spezialität.

Für eine kleine Überraschung bei den Helfern sorgte Bürgermeisterkandidat Hönninger. Er besuchte die Aufbauarbeiten am Freitagmorgen und brachte neben seiner Wahlwerbung auch eine Kiste Bier mit.

Keine einheitliche Regelung im Hochsauerlandkreis

Auf Initiative von Georg Sommer wurde die Situation bei einem gemeinsamen Treffen der Ordnungsämter im Hochsauerlandkreis beraten. Eine kreisweit einheitliche Regelung kam dabei jedoch nicht zustande.

Stattdessen entscheidet jede Kommune eigenständig und berücksichtigt dabei die örtlichen Gegebenheiten, die Lage der Feuerstellen sowie die aktuelle Wetter- und Gefahrenlage.

Standorte in Waldnähe besonders kritisch

In der Gemeinde Eslohe wurden die angemeldeten Osterfeuer gemeinsam von Vertretern der Verwaltung, der Feuerwehr und des Regionalforstamtes begutachtet.

Besonders kritisch betrachtet wurden Standorte in unmittelbarer Nähe zu Waldflächen. Für Osterfeuer gilt grundsätzlich ein Mindestabstand von 100 Metern zum Wald. Wo dieser Abstand nicht eingehalten werden konnte, wurden den Veranstaltern nach Möglichkeit alternative Flächen vorgeschlagen.

Regen bringt nur leichte Entspannung

Die Niederschläge der vergangenen Tage haben die Situation zwar etwas verbessert, eine vollständige Entwarnung gibt es jedoch nicht.

Die Brandgefahr ist weiterhin vorhanden. Wie schnell sich ein Feuer unter den aktuellen Bedingungen ausbreiten kann, zeigte zuletzt ein Waldbrand in Sundern, bei dem auch Einsatzkräfte aus der Gemeinde Eslohe beteiligt waren.

Von insgesamt rund 30 angemeldeten Osterfeuern im Gemeindegebiet sollen nach aktuellem Stand etwa 25 stattfinden.

In Wenholthausen wurden die Feuer an der Teufelstanne und in Richtung Oesterberge abgesagt. Das Osterfeuer an der Hünnecke soll dagegen durchgeführt werden.

Auch das große Osterfeuer der Jungen Union an der Rochuskapelle im Esloher Kernort ist weiterhin geplant. Der Standort wurde allerdings leicht versetzt, um den vorgeschriebenen Abstand zum Wald einzuhalten.

Landwirte unterstützen die Sicherheit

In mehreren Ortsteilen haben Landwirte ihre Unterstützung zugesagt. Sie stellen mit Wasser gefüllte Güllefässer bereit, um bei Bedarf schnell reagieren zu können.

Diese Hilfe ist besonders wichtig, da die Gemeinde Eslohe lediglich über fünf Feuerwehrstandorte verfügt und deshalb nicht an jedem Osterfeuer dauerhaft ein Löschfahrzeug bereitgestellt werden kann.

Gemeinsam und verantwortungsbewusst feiern

Die Gemeinde setzt auf eine enge Zusammenarbeit zwischen Veranstaltern, Feuerwehr, Verwaltung, Forstbehörden und der Bevölkerung.

Wo Osterfeuer stattfinden, sind Umsicht und die Einhaltung aller Sicherheitsvorgaben besonders wichtig. Wo Veranstalter auf das Abbrennen verzichten, bleibt zumindest die Möglichkeit, sich in geselliger Runde zu treffen und die Ostertradition auf andere Weise zu pflegen.

Das gemeinsame Ziel bleibt ein friedliches, geselliges und vor allem sicheres Osterfest.

Hinweis zu den Bildern: Die Aufnahmen wurden auf Salwey-Aktiv.de zunächst in reduzierter Qualität veröffentlicht. Die Originalbilder können über den im Beitrag hinterlegten Link in höherer Auflösung angesehen werden.

Kontakt Information

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59889 Eslohe-Niedersalwy
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