Drittes Osterkreuz auf dem Schellenberg aufgestellt

Drittes Osterkreuz auf dem Schellenberg aufgestellt
In Niedersalwey wurde am heutigen Samstag das Osterkreuz auf dem Schellenberg erneuert. Es ist bereits das dritte Kreuz, das seit den 1970er-Jahren an dieser Stelle aufgestellt wurde. Dank zahlreicher helfender Hände und der Unterstützung des Heimat- und Fördervereins Salwey konnte damit ein wichtiges Stück Salweyer Tradition für die Zukunft bewahrt werden.
Josef Hecking kümmerte sich um die Beschaffung des neuen Kreuzes. Die moderne LED-Beleuchtung wurde durch den Heimat- und Förderverein Salwey finanziert. Damit gehört die bisherige Glühlampentechnik der Vergangenheit an. Das Osterkreuz wird künftig energiesparend beleuchtet und ist durch die verwendeten witterungsbeständigen Materialien besser gegen Wind und Wetter geschützt.
Gemeinsam für ein wichtiges Salweyer Symbol
Ein besonderer Dank gilt Hubert Vedder, Georg Schulte und Niklas Mette. Sie unterstützten den Heimat- und Förderverein tatkräftig beim Aufbau und sorgten gemeinsam dafür, dass das neue Kreuz sicher auf dem Schellenberg errichtet werden konnte.
Das Osterkreuz ist weit mehr als eine beleuchtete Konstruktion am Hang. Es ist ein weithin sichtbares Zeichen der Osterzeit und zugleich ein Teil der Niedersalweyer Dorfgeschichte.
Denn Bräuche und Traditionen sind Schätze der Vergangenheit – und sie können nur erhalten bleiben, wenn sich Menschen auch heute noch um sie kümmern.
Vom Missionskreuz zum Osterkreuz
Die Geschichte des Kreuzes auf dem Schellenberg reicht bis in die 1970er-Jahre zurück. Im Jahr 1974 wurde dort erstmals ein Kreuz aufgestellt. Dabei handelte es sich um ein ehemaliges Missionskreuz mit einer Breite von 181 Zentimetern.
Zuvor stand es vor beziehungsweise neben dem Haupteingang der St.-Sebastian-Kirche – an der Stelle, an der sich heute der barrierefreie Zugang befindet. Die damalige Inschrift des Kreuzes lautete:
„Rette deine Seele“
Ein Foto aus dem Jahr 1960 erinnert noch an den ursprünglichen Standort des Missionskreuzes an der Kirche.
Nach dem Umsetzen auf den Schellenberg wurde das Kreuz zunächst ohne ein festes Fundament aufgestellt. Dies erwies sich jedoch schnell als Fehler, denn bereits nach kurzer Zeit lag es am Boden. Anschließend wurde das Kreuz fachgerecht in einem Betonsockel verankert.
Die Beleuchtung kam erst später
In den ersten Jahren verfügte das Kreuz noch über keine Beleuchtung. Diese wurde erst zu einem späteren Zeitpunkt ergänzt.
Dafür wurde ein Erdkabel bis zum Haus von Paul-Josef Hoffmann verlegt, um die Lampen am Kreuz mit Strom versorgen zu können. Über viele Jahre kümmerte sich der inzwischen verstorbene Martin Kastner um den Erhalt des Osterkreuzes. Er kontrollierte regelmäßig dessen Zustand und wechselte defekte Glühlampen aus.
Mit der neuen LED-Technik wird diese Aufgabe künftig deutlich einfacher. Gleichzeitig verbraucht die Beleuchtung weniger Energie und ist besser für einen dauerhaften Einsatz im Freien geeignet.
Salweyer Oster- und Feuertraditionen
Das Osterkreuz ist eng mit weiteren alten Bräuchen in Niedersalwey verbunden. So wurde früher oberhalb der Quirinusstraße das Martinsfeuer entzündet.
Auch das traditionelle Osterfeuer wechselte im Laufe der Zeit mehrfach seinen Standort. Früher befand es sich unterhalb vom „Bill“ im sogenannten Hohlweg.
Diese Erinnerungen zeigen, dass sich Bräuche mit der Zeit verändern können. Entscheidend ist jedoch, dass ihre Geschichte nicht in Vergessenheit gerät und ihre Bedeutung an die nächsten Generationen weitergegeben wird.
Ein weiteres Kreuz am Gehren
Neben dem Osterkreuz auf dem Schellenberg gibt es in Niedersalwey noch ein weiteres historisches Kreuz. Dieses steht am Gehren und wurde im Jahr 1954 von Anton Kotthoff aufgestellt.
Ursprünglich befand sich das Kreuz auf der rechten Seite des Weges und wurde später auf die linke Seite umgesetzt. Auch die sogenannte „Kotthoffs Kapelle“ gehört zu diesem geschichtlichen Bereich. Sie wurde nach dem Krieg von August Kotthoff errichtet.
Mit dem neu aufgestellten Osterkreuz auf dem Schellenberg bleibt ein weithin sichtbares Wahrzeichen erhalten. Dank des Einsatzes der Helferinnen und Helfer sowie der Unterstützung des Heimat- und Fördervereins wird es künftig wieder zuverlässig über Niedersalwey erstrahlen.
Salwey-Aktiv.de bedankt sich bei allen Beteiligten für ihren Einsatz. Ein besonderer Dank gilt außerdem Resi Schnöde und Gerd Schrage für die Informationen und Ergänzungen zur Geschichte der Salweyer Kreuze.
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