Salweyer Kinder- und Jugendliche leben Tradition weiter

Salweyer Kinder und Jugendliche führen die Tradition des Kläpsterns fort
Im Sauerland gehört das Kläpstern seit vielen Generationen zu den besonderen Bräuchen der Karwoche. Wenn zwischen Gründonnerstag und Ostern die Kirchenglocken schweigen, ziehen Kinder und Jugendliche mit ihren Kläpstern durch die Straßen und erinnern die Menschen an die Gebets- und Tageszeiten.
Damit bewahren sie eine alte christliche Tradition, die eng mit dem stillen Gedenken an das Leiden und den Tod Jesu sowie mit der Hoffnung auf seine Auferstehung verbunden ist.
Das Kläpstern ist jedoch weit mehr als nur ein überlieferter Brauch. Es steht für gelebten Glauben, Gemeinschaft und die tiefe Verbundenheit mit der eigenen Heimat.
Eine Tradition, die von der Jugend getragen wird
Gerade im Sauerland ist es etwas Besonderes, dass dieser Brauch bis heute von jungen Menschen weitergeführt wird.
Mit viel Freude und großem Einsatz machen sich die Jungen und Mädchen aus Ober- und Niedersalwey auf den Weg – teilweise bereits in den frühen Morgenstunden. Sie sorgen dafür, dass ein wertvoller Bestandteil des kirchlichen und dörflichen Lebens nicht in Vergessenheit gerät.
Dabei wird deutlich, dass Tradition nicht nur von vergangenen Zeiten erzählt. Sie verbindet auch heute noch Menschen und stärkt den Zusammenhalt zwischen den Generationen.
Handgefertigte Kläpster mit eigener Geschichte
Einen besonderen Wert erhalten die Kläpster dadurch, dass viele von ihnen von Hand gefertigt wurden.
In jedem einzelnen Instrument stecken handwerkliches Können, Zeit und Herzblut. Häufig sind mit ihnen zudem persönliche Erinnerungen sowie ein Stück Familien- und Dorfgeschichte verbunden.
Jede Kläpster ist daher ein kleines Unikat und weit mehr als ein einfacher Gegenstand. Sie ist Teil einer lebendigen Tradition, die über viele Jahre und teilweise sogar über Generationen weitergegeben wird.
Ein großer Dank an die Kinder und Jugendlichen
Ein herzlicher Dank gilt allen Jungen und Mädchen in Ober- und Niedersalwey, die sich am Kläpstern beteiligen.
Mit eurem Engagement, eurer Freude und eurem Verantwortungsgefühl tragt ihr dazu bei, dass dieser besondere Brauch erhalten bleibt.
Ihr bewahrt damit ein wertvolles Stück Sauerländer Heimat und zeigt auf eindrucksvolle Weise, wie lebendig Tradition auch heute noch sein kann. Dafür gebühren euch große Anerkennung und ein aufrichtiger Dank.
Kläpster für die nächste Generation gesucht
Schön wäre es, wenn nicht mehr benötigte Kläpster an die nächste Generation weitergegeben würden.
Vielleicht liegen bei ehemaligen Teilnehmerinnen und Teilnehmern noch handgefertigte Kläpster auf dem Dachboden, in einer Scheune oder ungenutzt in einer Ecke. Dort sollten sie nicht in Vergessenheit geraten.
Wer eine Kläpster abgeben und damit einem Kind oder Jugendlichen die Teilnahme an dieser Tradition ermöglichen möchte, kann sich gerne per E-Mail an Salwey-Aktiv.de wenden:
Auf diese Weise bleibt nicht nur das handwerkliche Erbe erhalten. Auch die Tradition selbst wird weitergetragen – von Hand zu Hand, von Haus zu Haus und von Generation zu Generation.
Vielleicht können dank einer solchen „Kläpster-Spende“ bereits im kommenden Jahr noch mehr Kinder und Jugendliche an diesem besonderen Brauch teilnehmen.
Tradition, Glaube und Dorfgemeinschaft
Möge das Kläpstern auch in Zukunft durch die Straßen von Ober- und Niedersalwey klingen – als Zeichen des Glaubens, der lebendigen Dorfgemeinschaft und der Verbundenheit zwischen Jung und Alt.
Fotos: Tanja Wagenhaus und Björn Kessler – herzlichen Dank!
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